Im ersten Sieb trainiert man, den Internationalen Wortschatz [IW] in verschiedenen Sprachen zu identifizieren. Bedingt durch jahrhundertelange, vielfältige Kontakte über nationale und Sprachgrenzen hinweg wurden viele Wörter in die verschiedensten Sprachen aufgenommen. Ein Großteil dieser Internationalismen hat sich auf lateinisch-romanischer Basis entwickelt, in den letzten Jahrzehnten haben sich — insbesondere aufgrund der technologischen Entwicklungen — vor allem angloamerikanische Internationalismen weltweit verbreitet. Der IW ist das größte Reservoir, aus dem beim Optimierten Erschließen geschöpft werden kann.
Beim Lesen von Zeitungsartikeln oder Zappen durch Apps überfliegt man oft den Text oder ,liest quer'. Damit beherrscht man schon den ersten Schritt zum Erschließen fremdsprachiger Texte: Wie beim Querlesen erfordert das Erschließen Mut zur Lücke! So sollte man bei einem Text in einer vermeintlich fremden Sprache zunächst auf die Elemente zugehen, die man wiedererkennt und deren Bedeutung man deshalb erschließen kann. Damit kann man sich meistens schon das Wesentliche zusammen,reimen' und darauf aufbauend den Text weiter erschließen.